Der Friedenspreis der Stadt Ennepetal geht 2009 an Ursula Schnitzler (DKSB) und Doris Gringel (Stiftung Loher Nocken). Beide Ennepetalerinnen setzen sich seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche vorbildlich ein. Frau Schnitzler tut dies als Mitbegründerin des Kinderschutzbundes insbesondere für Flüchtlingsfamilien. „Niemand flieht aus Übermut“, lautete somit ihr eindringlicher Appell an alle Gäste der Friedenspreisverleihung. Gefolgt wurde dieser Hinweis durch klare Worte, mit denen sie sich für eine längst fällige „verlässliche Einwanderungspolitik“ in diesem Lande aussprach.
Unter den zahlreichen Gästen im Haus Ennepetal waren auch viele der Familien, deren Schicksal Frau Schnitzler bereits seit Jahren hautnah teilt. Die gelernte Buchhändlerin arbeitete sich über die Jahren gewissenhaft in gesetzliche Regelungen der Asylproblematik ein. Bei Behördengängen, Arztbesuchen, Kontakten zu Schulen und Kindergärten aber auch ganz alltäglichen Problemen steht sie ihren Schützlingen unermüdlich und kompetent zur Seite. „Es gab auch schwierige Phasen und Frust“ gesteht sie ein. Doch dies nahm ihr nie den Mut und die Bereitschaft, sich immer wieder für Menschen aus fremden Kulturen einzusetzen. „Ich kümmere mich um die Menschen, die im Zwischenraum stehen“, so ihre eigenen Deutung. Ihr stetiges Interesse an Menschen und deren Schicksalen gab und gibt ihr die Kraft für diese außergewöhnlichen Einsatz. Mit einfühlsamen Worten stellte der Vorsitzende des Friedenspreiskuratoriums, Martin Moik, beide Frauen und deren Engagement vor. Aus den Händen von Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen nahmen die beiden Frauen schlussendlich die Ehrenurkunde entgegen.
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