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SPENDABLE GÄSTE BEIM PRÖLKEN KOFFI
 

Die erste gute Tat war, dass einmal die Männer zum „Prölken Koffi” des Heimatvereins Voerde ins Ev. Gemeindezentrum an der Johanneskirche die Tische eingedeckt hatten.

Die zweite gute Tat folgte nach dem gemeinsamen Frühstück: Spendenübergabe hieß es. Denn bei der Erstellung des Buches „Oberbauer - eine Bildergeschichte im Wandel der Zeit” sei ein Überschuss erwirtschaftet worden, berichtete der Vorsitzende des Heimatvereins Voerde, Manfred Michalko. Dieser dankte ganz besonders den Autoren Manfred Henning, Peter Tillmann und Arnold Hagebeuker, die auf Honorar verzichtet hatten. Dder Heimatverein Voerde, die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld sowie die Firmen Heiderich, Braselmann und Frielinghaus hatten finanzielle Unterstützung geleistet.

So wurde jetzt einmal der Henri-Thaler-Verein bedacht, der, so Vorsitzende Edda Eckhardt, das Geld im Rahmen der Hilfe „allein erziehende Mütter krebskranker Kinder” einsetzen werde. Ein Teil des Überschusses ging auch an die Ev. Stiftung Loher Nocken, deren Leiterin Doris Gringel sich ebenso dankbar zeigte wie Bärbel Schulz vom Vorstand des Kinderschutzbundes.

»Ihr seid mit Geld nicht zu bezahlen«

In diesem Zusammenhang wies Doris Gringel auf den zweiten Familientag am 5. September hin, dessen Erlös abermals der gemeinnützigen Sache zugute kommen werde. Michalko nach der Spendenübergabe: „Ich bin stolz, dass wir alle so zusammen halten.” Und zu den Autoren gewandt. „Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen, die Spendensumme (deren Höhe Michalko nicht preis gab) heute zu überreichen.”

Bezüglich des Oberbauer-Buches, so Michalko, könne man von einem „Hit für unsere Gegend” sprechen. Dass so viele Bücher - immerhin gehe es bisher in den vierstelligen Bereich - bisher verkauft wurden, damit habe keiner gerechnet. „Ihr seid mit Geld nicht zu bezahlen”, schüttelte Michalko kräftig die Hände der Autoren, und der „Minister für Geschenke” des Heimatvereins Voerde, Ernst-August Hübner, überreichte dem Dreiergespann einen guten Tropfen.

Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg schloss sich der „guten Sache” an und überreichte den drei Institutionen (Henri-Thaler-Verein, Ev. Stiftung Loher Nocken, Kinderschutzbund), die auf Wunsch der Autoren bedacht wurden, jeweils einen gefüllten Umschlag.

Später, so Manfred Michalko, wolle man auch die Maßnahme „jedem Kind eine warme Mahlzeit” unterstützen.
Wie lautet das Schlusswort von Arnold Hagebeuker im Buch? „Oberbauer ist ein bevorzugtes Wohngebiet mit einer reizvollen Landschaft und liebenswerten, hilfsbereiten Menschen.” Letzteres hatten die Autoren am Samstag mal wieder unter Beweis gestellt.

(Quelle: WR)

Ergänzende Info: Das Projekt "Jedem Kind eine Mahlzeit" ist unser derzeitiges Hauptaufgabengebiet. Der Kinderschutzbund übernimmt seit Jan. 2007 jedes Mittagessen (in Schulen und Kindergärten), welches von den Eltern nicht getragen/abgedeckt wird. Somit haben wir alle Schulen und Kindergärten in Ennepetal aufgefordert, für jedes Kind ein Essen zu bestellen. Alle nicht gedeckten Mahlzeiten werden finanziell vom Kínderschutzbund übernommen. Die Leitungen der Einrichtungen werden von uns regelmäßig kontaktiert. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass gerade die Fachkräfte vor Ort (z.B. in den Offenen-Ganztagsschulen) entscheiden, ob die Eltern "zur Kasse gebeten werden" oder ob der Kinderschutzbund einspringen soll. So gewährleisten wir, dass Menschen diese Entscheidung treffen, die die Familien vor Ort persönlich kennen und durch Gespräche Einblick in die jeweiligen Lebensumstände haben.

Die derzeitige wirtschaftliche Situation vieler Familien (Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit, ...) schlägt hier deutlich nieder. Wöchentlich erreichen uns Anrufe aus Einrichtungen, die nicht mehr wissen, wie sie das Essensgeld zusammenbekommen sollen. Auch nehmen derzeit Fälle individueller Notstände deutlich zu. So fragen bei uns beispielsweise Kindergarten und Schulen an, ob wir nicht für ein spezielles Kind bei der Anschaffung von Turnschuhen, Badeausstattungen, Schultaschen, Büchern usw. helfen könnten, da die Familien dies nicht mehr bewerkstelligen können. Diese neue Problematik kommt unmittelbar beim Kinderschutzbund an, weil wir mit dem Projekt "Jedem Kind eine Mahlzeit" einen so engen Kontakt zu den einzelnen Einrichtungen pflegen, sozusagen einen "kurzen Draht" entwickelt haben. Wir stellen in solchen Fällen ausschließlich Sachleistungen - keine Gelder - zur Verfügung, um sicherzustellen, dass die Hilfe wirklich beim Kind ankommt. Bisher hat sich diese Vorgehensweise immer bewährt.


 
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