Sie sind hier: News  

KINDERSCHUTZBUND FORDERT AKTIONSPLAN MIT HELLER
 

Zur Diskussion über den Hilferuf von Amtsleiter Heller und die angedrohten personellen Konsequenzen zitiert der Kinderschutzbund Ennepetal in gekürzter Form aus der aktuellen Pressemitteilung des Vizepräsidenten des Deutschen Kinderschutzbundes, Herrn Prof. Dr. Hubertus Lauer, vom 7.12.2007:

„ ... die erschreckende Vielzahl unterschiedlicher Fälle von Kindestötungen bzw. Fälle von Vernachlässigung erfordern eine tiefer gehende und ausführlichere Untersuchung der möglichen Ursachen und Hintergründe. Der DKSB warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen und schnellen „Patentlösungen“. Alle Bemühungen müssen sich auf die dauerhafte Verankerung von Kinderschutzkonzepten konzentrieren. In die Untersuchungen sollten die unterschiedlichen Fachdisziplinen und die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen eingebunden werden, um eine breitmöglichste Repräsentanz zu gewährleisten.
Unabhängig von bisher geleisteten und erreichten Standards muss über die Verbesserung bereits bestehender und über die Einführung neuer Hilfen nachgedacht werden. Die Geschehnisse erfordern eine Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins. Hinschauen kann helfen. Offenbar ist bisher Erreichtes nicht gut genug. Dies zeigt alleine schon die Anzahl der betroffenen Kinder. Es gibt offensichtlich Lücken im Hilfenetz. Ressortdenken und unterschiedliche fachliche Standards führen zu Unterlassungen und Fehlern. Unabhängig von individuellen Schuldzuweisungen muss nach möglichen tiefer liegenden Ursachen und Erklärungen gesucht werden. Wir kommen häufig zu spät.“

Allzu deutlich zeigen diese Worte auf, wie komplex und sensibel das diskutierte Thema ist. Der Kinderschutzbund Ennepetal stellt mit Nachdruck fest, dass der Hilferuf von Hans-Georg Heller gerade von einer – offensichtlich nicht weit verbreiteten – Sensibilität und Professionalität zeugt. Wir sollten deshalb froh darüber sein, auf einen Amtsleiter mit Sachverstand und Weitsicht bauen zu können, der zudem darum bemüht ist, etwaige Lücken in dem erforderlichen Hilfenetz zu schließen. Die Aufstockung des fehlenden Fachpersonals sollte aus unserer Sicht, in einer finanzstarken Gemeinde, selbstverständlich sein.

Wir fordern: „Aktionsplan: Kinderschutz“ – unter Federführung von Hans-Georg Heller.


Doch kein warmes Mittagessen für alle Schüler | Dekomeile spendet für Hausaufgabenhilfe