Im Zeichen des Generationenwechsels stand die Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes, zum ersten Mal in den eigenen Räumen des Kinderladens „Bärti“. Mit Ursula Schnitzler, Margarete Leniger und Rita Fronapfel zogen sich drei langjährige, aktive Mitglieder aus dem Vorstand zurück. „Für mich war die Arbeit beim Kinderschutzbund nicht nur geben, sondern ich habe auch ganz viel zurückbekommen“, bedankte sich Kassiererin Rita Fronapfel für die Zusammenarbeit. Auch Margarete Leniger, die selber viele Jahre die Geschicke des Vereins leitete, schied mit einem lächelnden und einem weinenden Auge: „Es ist schön, dass ich mich nun in Ruhe zurücklehnen kann und alles in guten Händen ist“. Alle drei stehen jedoch noch nach wie vor mit Rat und Tat den Kinderschützern zur Seite. Die Versammlung bestätigte Kirsten Hülsmann im Amt der ersten Vorsitzenden und wählte Claudia Krahl und Petra Backhoff als Stellvertreter. Die Kassenführung liegt nun in den Händen von Gabi Reisberg, Schriftführerin wurde Iris Fanasch.
Der Jahresbericht von Kirsten Hülsmann machte deutlich, dass der Kinderschutzbund auf ein außerordentlich ereignisreiches Jahr zurückblickt. So konnte nicht nur das bestehende Angebot erhalten, sondern auch zahlreiche neue Projekte ins Leben gerufen werden. Allem voran ist dies natürlich der im Januar neu eröffnete Kinderladen „Bärti“. „Unsere Raumkapazitäten sind hier bereits nahezu ausgeschöpft“, freute sich die Vorsitzende. Immerhin kommen in Räume drei Mal wöchentlich 20 Kinder zur Lern- und Hausaufgabenhilfe. Außerdem füllen Kursangebote wie z.B. Matschkurs für Kleinkinder, Babysitter-Ausbildung und Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen rund ums Kind „Bärti“ mit pulsierendem Leben. Weiterhin sind ein Müttercafé, ein Kleine-Leute Treff und Vorlese-Veranstaltungen in Planung. Parallel dazu kümmert sich ein zwölfköpfiges Team um den Second-Hand-Verkauf. Der Kinderschutzbund erhielt darüber hinaus im vergangenen Jahr ein Stimmrecht im Jugendhilfeausschuss. Mit dem 5.000 Teile-Markt gelang bereits bei der Premiere eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die in diesem Jahr am 23. April wiederholt wird. Bei all den Großveranstaltungen im Lichte der Öffentlichkeit verlor die Lobby für Kinder auch die Arbeit im „Kleinen und Stillen“ nicht aus den Augen. So kümmern sich ehrenamtliche Mitarbeiter um die Integration von Flüchtlingsfamilien und helfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen. So unterstützt der Ortsverband auch die Stiftung Loher Nocken, die im Juli einen Gegenbesuch von Kindern aus einem befreundeten Kinderheim in Rumänien in Ennepetal erwartet.
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