(Westfalenpost, 11. Juni 2005): Zum bevorstehenden Freundschaftsfest der Stadt Ennepetal am Sonntag, 19. Juni, macht der Kinderschutzbund Ennepetal auf die katastrophale Situation der Kosovo-Flüchtlinge aufmerksam. Aktuell droht diesem Personenkreis die Abschiebung in ihre ehemalige Heimat. Vor allen Dingen für Kinder, die hier in Deutschland geboren wurden und zur Schule gehen, heißt dies ein aus Sicht des Kinderschutzbundes unzumutbarer Schritt in ungewisse Zukunft. Anlässlich dieses völkerverbindenden Festes will der Kinderschutzbund nicht nur gemeinsam mit den ausländischen Mitbürgern feiern, sondern auch auf die belastende Situation der drohenden Abschiebung hinweisen. Der DKSB Ennepetal sieht mit großer Sorge auf die stetig wachsende Chancenlosigkeit der hier lebenden Flüchtlinge. Insbesondere sind Familien betroffen, die schon seit vielen Jahren hier leben.
Durch jeweils dreimonatige Duldungen wird den Familien jede Lebensperspektive und Planung unmöglich gemacht. Nach Beobachtung des Kinderschutzbundes sind die Kinder von den Ängsten der Eltern betroffen. Auch Berlins Innensenator Erhart Körting mahnte, man dürfe Kinder, die hier integriert seien, jetzt nicht aus ihren Zusammenhängen reißen.
Der Deutsche Kinderschutzbund Ennepetal fordert: Bleiberecht für Langzeit-Geduldete, minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, die seit zwei Jahren hier leben, traumatisierte Kriegsopfer und Opfer rassistischer Übergriffe in ihren Heimatländern.
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