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5000 TEILE -MARKT- ALLES FÜR EINEN EURO
 



 

Westfälische Rundschau vom 20.04.2008: Es waren mehr als 5.000 Teile, und der Andrang war zum Flohmarkt, den der Kinderschutzbund abermals mit rund 60 Helfern organisiert und durchgeführt hatte, ebenso so gut besucht wie in den Jahren zuvor.
Erstmals war die Turnhalle der Turngemeinde Voerde an der Loher Straße Ort des Geschehens. "Hinten 'rein - vorn 'raus", was hier für die Trödel-Käufer galt. Diese Regelung bot einen besseren Überblick, so die 1. Vorsitzende Petra Backhoff. Die Räumlichkeiten der TG seien - abgesehen von den größeren Parkmöglichkeiten am Haus Ennepetal - ideal, derart viele Dinge anbieten zu können. Außerdem habe man bezüglich Miete einiges sparen können, was wiederum Kinder-Projekten zugute kommen werde.

Im kommenden Jahr jedoch werde man, so Petra Backhoff und deren Stellvertreterin Iris Fanasch, in den Räumen der Ev. Stiftung Loher Nocken Aufnahme für einen Markt dieser Größenordnung finden. Dort könne man im Vorfeld Trödel sammeln und dann vor Ort an Mann, Frau und Kind bringen. So seien die diesjährigen Trödel-Gegenstände zunächst vom Sammelpunkt Industriemuseum zur TG Voerde transportiert worden, wofür man Jörg Führing dankbar sei.

Viel Porzellan, Lampen, Schuhe, Aquarelle, Spiegel, Tonkrüge, Plastikrosen, Weinkelche, Toaster, Thermokannen, Schreibmaschinen, Bücher und sogar Kleinmöbel - es gab alles, was einen Haushalt einst zierte und für den guten Zweck ausrangiert wurde.

Egal, was den Besitzer wechselte - für 1 Euro war man dabei. Dank vieler Spenden der örtlichen Bäckereien und Konditoreien, aber auch etlicher Privatleute, lud ein "sagenhaft leckeres " Kuchenbuffet zur Trödelpause ein. Das Team des Friseurmeisters Axel Meier machte sich zu Sonderpreisen über die Köpfe Williger her. So hatte sich die Bühne der TG Voerde in einen kleinen Frisiersalon verwandelt. Ab 16.30 Uhr hatten Käufer die Chance, eine ganze Kiste Trödel für einen Euro nach Hause zu schleppen.

Die Kinderarmut werde immer größer, das spüre man natürlich auch in Ennepetal, so Petra Backhoff. Der 5000-Teile-Markt diene dem Kinderschutzbund zur finanziellen Absicherung wichtiger Projekte wie Lern- und Hausaufgabenhilfe sowie des Mittagstisches für Kinder aus sozial schwachen Familien. Über 3000 Euro kamen zusammen.

Etwas eher Humorvolles am Rande des Trödelmarktes: Zunächst war man irritiert über die ausgefallene "Auslegware" in der Turnhalle. Der größte "Trödelknüller"? Hunderte Schnipsel verschiedener Größen und Formen, wie ein Mosaik, bedeckten den Boden. Aber dann: Nach kurzer Zeit wurden diese Schnipsel flugs eingesammelt. Man habe, um den Hallenboden zu schonen, diesen mit Packpapier auslegen müssen. Das Papier habe jedoch dem großen Menschenauflauf nicht standhalten können. So trat jeder Besucher ein Stückchen des riesigen Packpapierbogens ab. Bevor jemand ausrutsche oder sich darin verheddere, so Iris Fanasch, wurde Abhilfe geschaffen, indem man die "Auslegware" wieder zusammenraffte.


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