Die 2. „Ranzen-Aktion" des Kinderschutzbundes ermöglichte es abermals, dass Schulanfänger aus benachteiligten Familien ihren Wunsch-Tornister auswählen durften. Bis zu 150 Euro kostet ein vernünftiger Tornister, hinzu kommen Bücher, Hefte, Mäppchen - eine Herausforderung für das Familienbudget. Da dieses Summe Hartz-IV-Empfänger und Arbeitslose kaum aufzubringen vermögen, war der Kinderschutzbund einmal mehr erfolgreich tätig, um finanzschwachen Familien einen Ranzenkauf zu ermöglichen.
„Für manche Familien ist das gar nicht mehr zu stemmen", bemerkte Petra Backhoff vom Kinderschutzbund-Vorstandsteam, wobei auch Sabine Spruth und Bärbel Schulz die Kleinen mit Eltern erwarteten. So sei die Idee zur „Ranzen-Aktion" auf der 1. Ranzenparty in der Sparkasse entstanden. Spontan sei dazu das Angebot des Gevelsberger Ranzen-Shop-Betreibers, der dem Kinderschutzbund einen Sonderpreis eingeräumt habe, gekommen. Durch Mittel vom Kinderschutzbund und eine Spende der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld konnte der Preis für die Tornister mit Inhalt auf 25 Euro gesenkt werden.
Die Kooperation mit der Job-Agentur, vertreten durch Anke Velten-Franke, habe hervorragend geklappt, freute sich Petra Backhoff. Die Job-Agentur verschickte Fragebögen und ermittelte so den Bedarf in den Familien bezüglich Schulranzen. Bei den Rückmeldungen stand fest: 12 Schulranzen werden günstig vergeben. Als Bonbon obendrauf gab es noch 15 Gutscheine in Höhe von 10 Euro von einer ansässigen Milsper Buchhandlung, der für anzuschaffende Schulbücher genutzt werden könne.
Emotional bewegend sei es schon bei der letzten Ranzen-Aktion gelaufen, betonte Petra Backhoff, als kleine Knirpse stolz wie Oskar mit einem nagelneuen Wunschtornister den Kinderladen „Bärti” verlassen hatten. Im Übrigen bescheinigte der Landesverband des Kinderschutzbundes dem Ortsverein Ennepetal Einzigartigkeit, eine derart gezielte Hilfe zu bieten, eben genau auf dem Punkt zu landen. Dreizehn verschiedene Motive präsentierte der Ranzen-Shop-Betreiber. Da kann von rosa Elfen über Pferde bis hin zu schneeweißen Robben ziemlich alles auf dem kleinen Rücken getragen werden. Wohl glücklich mit ihrer Lieblings-Tonne aus "Bärti" kommend, werden die künftigen I-Dötzchen zugleich Sportbeutel, gefüllte Etuis und je nach Set Trinkfläschen und Brotdose dabei haben.
Quelle: WR Ennepetal, 29.April 2009
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