Schwelm/Südkreis.
Die Kinder- und Jugendschutzambulanz (KIZZ) der Beratungsstelle pro familia ist personell neu besetzt worden. Ansprechpartnerinnen im Ibach-Haus an der Wilhelmstraße 45 sind die Dipl.-Psychologinnen Antje Prämaßing und Eva Böcker sowie die Dipl.-Sozialprädagogin Ina Klitzsch.
Alle haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung - dabei will KIZZ helfen. Die Schutzambulanz ist zuständig für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen, die häusliche Gewalt selbst oder als Zeugen miterleben. Pro familia arbeitet bereits seit 2002 als Clearingstelle mit jungen Menschen, die sexuelle Gewalt oder sexuellen Missbrauch erleben oder erlebt haben. Seit dem Umzug nach Schwelm ist die Kinder- und Jugendschutzambulanz in der Beratungsstelle eingerichtet worden. Betroffene Kinder und Jugendliche erleben meist häusliche Gewalt zwischen den Eltern mit. Sie haben Angst um die Mutter, um die Geschwister, um sich selbst. Aber Kinder schämen sich auf oft, gebrauchen Notlügen für das, was zu Hause passiert, schweigen vor Freunden, Verwandten, Erziehern und Lehrern. Die KIZZ-Fachfrauen bieten Kindern und Jugendlichen, Müttern, Vätern und der ganzen Familie eine Beratung an und machen Vorschläge, wie Gewalt aufhören kann. Außerdem werden Fragen beantwortet, wie z.B. Was kann ein Anwalt tun, was die Polizei, was das Jugendamt? Kinder und Jugendliche dürfen sich bei KIZZ auch beraten lassen, ohne den Eltern vorher Bescheid zu sagen, so die pro familia-Frauen: "Jeder kann anonym zu uns kommen. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Auch das gehört zu den Kinderrechten."
Die Kinder- und Jugendschutzambulanz ist zuständig für die Städte Schwelm, Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel und Breckerfeld. Kontakt: Telefon: 02336/443640 Quelle: WR, 14. Juli 2010
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