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JEDEM KIND EINE MAHLZEIT
 

Das Projekt "Jedem Kind eine Mahlzeit" ist unser derzeitiges Hauptaufgabengebiet. Der Kinderschutzbund übernimmt seit Jan. 2007 jedes Mittagessen (in Schulen und Kindergärten), welches von den Eltern nicht getragen/abgedeckt wird. Somit haben wir alle Schulen und Kindergärten in Ennepetal aufgefordert, für jedes Kind ein Essen zu bestellen. Alle nicht gedeckten Mahlzeiten werden finanziell vom Kínderschutzbund übernommen. Die Leitungen der Einrichtungen werden von uns regelmäßig kontaktiert. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass gerade die Fachkräfte vor Ort (z.B. in den Offenen-Ganztagsschulen) entscheiden, ob die Eltern "zur Kasse gebeten werden" oder ob der Kinderschutzbund einspringen soll. So gewährleisten wir, dass Menschen diese Entscheidung treffen, die die Familien vor Ort persönlich kennen und durch Gespräche Einblick in die jeweiligen Lebensumstände haben.

Die derzeitige wirtschaftliche Situation vieler Familien (Arbeitsplatzverlust, Kurzarbeit, ...) schlägt hier deutlich nieder. Wöchentlich erreichen uns Anrufe aus Einrichtungen, die nicht mehr wissen, wie sie das Essensgeld zusammenbekommen sollen. Auch nehmen derzeit Fälle individueller Notstände deutlich zu. So fragen bei uns beispielsweise Kindergarten und Schulen an, ob wir nicht für ein spezielles Kind bei der Anschaffung von Turnschuhen, Badeausstattungen, Schultaschen, Büchern usw. helfen könnten, da die Familien dies nicht mehr bewerkstelligen können. Diese neue Problematik kommt unmittelbar beim Kinderschutzbund an, weil wir mit dem Projekt "Jedem Kind eine Mahlzeit" einen so engen Kontakt zu den einzelnen Einrichtungen pflegen, sozusagen einen "kurzen Draht" entwickelt haben. Wir stellen in solchen Fällen ausschließlich Sachleistungen - keine Gelder - zur Verfügung, um sicherzustellen, dass die Hilfe wirklich beim Kind ankommt. Bisher hat sich diese Vorgehensweise immer bewährt.


Sprechstunde an Grundschulen